Aktuelles:

 

 

 

Der 48. Jugendaustausch mit Le Mêle

 

beginnt am 15. Juli 2016 

 

 

 

Achtung - wichtiger Hinweis: 

 

Noch Zeit in den Sommerferien ?   Kommt mit nach Frankreich !
Am letzten Schultag beginnt das zweiwöchige Abenteuer - und für Kurzentschlossene sind noch zwei Plätze frei !  

Weitere Informationen über den 48. deutsch-französischen Jugendaustausch finden Sie unter http://www.falkenstein-lemele.de/der-jugendaustausch/

Sollten Ihr Sohn oder Ihre Tochter Interesse an einer Teilnahme haben, wenden Sie sich bitte kurzfristig an unser zuständiges Komitee-Mitglied Fr. Katharina Unverzagt unter Tel. 06174-933692 oder per e-Mail unter katharina.unverzagt@falkenstein-lemele.de.
Frau Unverzagt freut sich über Ihren Anruf bzw. Ihre e-Mail !

"Europa-Tag" in Grävenwiesbach am 21. Mai 2016

Hier finden Sie die ersten Impressionen aus Grävenwiesbach:

Es war ein erfolgreicher Europatag: Bei herrlichem Wetter fanden sich viele freundliche, fröhliche, bunte, quirrlige 'Europäer' zum Besuch ein und erfreuten sich an zahlreichen landestypischen Spezialitäten. Unser Stand befand sich zwischen den beiden anderen Königsteiner Partnerschafts-Ständen - und zwischen dem Rotwein vom Mont Ventoux, von Königstein-Le Cannet angeboten, und dem Wodka aus Kórnik hat insbesondere unser original normannischer Cidre großen Zuspruch erfahren. Auch die vier verschiedenen Käsesorten aus Le Mêle wurden von den Besuchern sehr gern konsumiert.

 

Europa - eine Herzens-Angelegenheit: Der Europatag-Kuchen bestand aus einer Erdbeertorte in der symbolischen Form eines Herzens, und Apfelblüten-Königin Jenny I. aus Wehrheim war es ein Herzens-Anliegen, auch uns mit ihrem Besuch zu beehren.

"Tanz in den Mai" am 30. April 2016

"Tanz in den Mai" hat seinen festen Platz im Reigen der Feste gefunden

berichtet die Königsteiner Woche in ihrer Ausgabe vom 03. Mai 2016

 

Ausgelassene Stimmung beim „Tanz in den Mai“. Fotos: Scholl

 

Falkenstein (gs) – Bereits zum vierten Mal lud der Vereinsring Falkenstein seine Mitglieder, Freunde und alle Festbegeisterten zum „Tanz in den Mai“ in das Bürgerhaus in Falkenstein ein – und viele, viele Tanzbegeisterte waren der Einladung gefolgt.

Schon die um das Bürgerhaus und auf dem Bolzer tobenden Kinder ließen erahnen, dass dieses Event von den Königsteiner Familien mit großer Begeisterung angenommen wird. Beim Betreten des Bürgerhauses war vielfach ein großes „Hallo“ zu hören, wenn sich Freunde und Bekannte zufällig treffen oder Freunde sich verabredet haben, um diesen Abend zusammen zu verbringen.

Während sich die jungen Feiergäste zumeist draußen vergnügten, schwangen im Bürgerhaus die Eltern locker das Tanzbein. Die Live-Band „Déjà vu“ lockte mit Musik der siebziger und achtziger Jahre, mit Schlagern und Pop Jung und Alt auf die Tanzfläche.

Der sonst so nüchterne Saal im Bürgerhaus war farbenfroh und frühlingshaft dekoriert und den ankommenden Gast empfing eine warme und freundliche Atmosphäre, in der man sich gerne niederließ, um mit Freunden und Bekannten zu feiern.

Wer erst noch ein wenig „Mut“ brauchte, um zur Mitternacht in den Mai zu tanzen, konnte sich in der rheinhessischen Straußenwirtschaft, bewirtschaftet von den Helfern der TSG Falkenstein, mit einem Glas Wein versorgen oder, wie es viele taten, den Abend mit einem Gläschen Sekt beginnen. Für Essen und Trinken war vielfältig gesorgt. Neben hessischen Spezialitäten wie Handkäs' und Würstchen mit Kartoffelsalat konnte sich die hungrigen Tänzer auch mit Elsässer Flammkuchen beim Partnerschaftskomitee stärken. Im bayrischen Biergarten des Mandolinen Clubs gab es neben zünftigem Bier im Krug auch die passende Brezel. Wer es lieber süß mochte, dem war mit leckerem Blechkuchen gedient, bevor er sich den sportlichen Anforderungen des Abends stellte.

Die Halle war erfüllt von Musik und den Gesprächen der Gäste, die gesellig an den vielen Tischen zusammensaßen und in lustiger Runde einen schönen Abend verbrachten. Für diejenigen, die nicht nur zum geselligen Beisammensein und zum Tanzen gekommen waren, gab es vielfältige Möglichkeiten, sich die Zeit „sportlich“ zu vertreiben.

Am Schießstand des Männergesangvereins übten sich gleichermaßen Herren und Damen in ihrer Treffsicherheit, und mit fortgeschrittenem Abend wurden die Lacher und Diskussionen lauter, wenn die Trefferquote doch merklich nachgelassen hatte. Ebenfalls Augenmaß war beim Maßkrugschieben gefragt. Hier war die unerwartet schwierige Anforderung zu bewältigen, einen Maßkrug mit „Augenmaß“ in einen Zielkreis zu schieben. Dummerweise musste der Maßkrug auf der eigens gebauten „Curlingbahn“ eine nicht unerhebliche Strecke zurücklegen, so dass es schon Kraft und Feingefühl bedurfte, um einen Treffer zu landen. Wer es schaffte, durfte sich über einen Gutschein für eine Maß Bier freuen.

Ebenfalls großer Beliebtheit bei Groß und Klein erfreute sich das Ringewerfen, und inmitten des quirligen Treibens drehte sich ein kleines, nostalgisches Kinderkarussell, das sowohl von den Kindern, aber auch gerne von deren Eltern genutzt wurde, und das bei den Erwachsenen sicher Erinnerungen an die eigene Kindheit weckte.

Wer sich die Zeit nahm und das Treiben im Festsaal ein wenig auf sich wirken ließ, der merkte schnell, dass dieses eigentlich recht junge Fest bei den Falkensteinern und ihren Freunden seinen Platz gefunden hat. Es herrschte eine quirlige – aber auch gemütliche – und sehr gesellige Atmosphäre. Die Gäste waren in Gespräche vertieft, es wurde viel gelacht und die Tanzfläche war zu jeder Zeit gut besucht. Der Vereinsring hat mit dem „Tanz in den Mai“ ein Fest geschaffen, bei dem sich die Bürger Falkensteins annähern und ins Gespräch kommen. Dies ist auch letztendlich dem Wunsch geschuldet, den die Falkensteiner Ortsvorsteherin Lieselotte Majer-Leonhard hegt: „Wir möchten nicht, dass Falkenstein eine Schlafgemeinde wird, aus der die Bürger morgens ins Büro fahren und nur zum Schlafen wiederkommen.“ Majer-Leonhard sieht in diesem Fest einen Ort für die Bürger, an dem sie sich treffen und miteinander ins Gespräch kommen können. „Uns fehlt hier im Ort die geschäftliche Infrastruktur, wo die Menschen sich begegnen und sich kennenlernen können.“ Vor diesem Hintergrund würden die Vereine das Zepter in die Hand nehmen und ein wunderbares „Fest der Begegnung“ schaffen für die Bürger Falkensteins und alle die Menschen, die an einem Miteinander interessiert sind. Dass dieses Fest so hervorragend angenommen werde, spreche ganz sicher für diese Idee.

Die Herren lassen sich ihr Bier bei den Mandolinern schmecken.

Maßkrugschieben auf der „Curlingbahn“.

Weitere Artikelbilder:

 

(c) Königsteiner Woche

 

 

Unter der Überschrift "Rummel unterm Hallendach" berichtete die Taunuszeitung in der Ausgabe vom 4. Mai 2016 ausführlich über die gut besuchte, stimmungsvolle Veranstaltung, zu deren Gelingen auch das Partnerschaftskomitee Falkenstein mit leckeren Flammkuchen und kühlem ProSecco wieder maßgeblich beigetragen hat.

 

Hier geht's zum Bericht: bitte hier klicken

 

Ein Tag in Metz -- am 16. April 2016

"Kunst, Kultur und deutsch-französische Geschichte Lothringens"

 

Eine schöne, eine denkwürdige Reise führte über fünfzig Teilnehmer mit Bus und Pkw am Samstag, den 16. April ins lothringische Metz.

 

Hedwig Groß hat ihre Reise-Eindrücke zusammengefasst, die wir hier zusammen mit einer kleinen Foto-Sammlung wiedergeben möchten:

 

"Metz ist eine Reise wert"

 

Zu einer Tagesfahrt nach Metz hatte das Partnerschaftskomitee Falkenstein am vergangenen Samstag eingeladen, und fünfzig Interessierte aus Falkenstein und Umgebung füllten den Bus. Auch wenn es in Königstein noch mehr oder wenig heftig regnete: In Metz schien die Sonne, und es wurde ein schöner und erlebnisreicher Tag, den Hermann Groß und Gerhard Hablizel vorbereitet hatten.

 

Zur wechselvollen Geschichte Lohringens und damit auch der Stadt Metz gab es bereits während der Busfahrt Hinweise und Erläuterungen.

 

Mal war man französisch, mal deutsch: Mehrmals änderte sich für Land und Stadt die staatliche Zugehörigkeit. Nachdem man rd. 500 Jahre lang dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation angehört hatte, wurde man nach dem Dreißigjährigen Krieg ein Teil Frankreichs. Von 1871 bis 1919 gehörten Metz und Lothringen zusammen mit dem Elsaß als "Reichslande Elsaß-Lothringen" wieder zum Deutschen Reich. Mit dem Versailler Vertrag wurden Stadt und Land wieder französisch, nur um im Zweiten Weltkrieg nochmals einige Jahre lang zum Deutschen Reich zu gehören. Seit 1944 sind Metz, Lothringen und das Elsaß wieder ein Teil von Frankreich.

 

In Metz führte Hermann Groß die Gruppe zunächst zum 'Place d'Armes', der von Hauptwache, Rathaus und Kathedrale begrenzt wird. Die Gruppe erfuhr Interessantes über den Kirchenbau außen und innen, über Geschichte und Entwicklung.

 

Bis zu ihrem heutigen Aussehen hat die Kathedrale, eine der größten gotischen Kirchen in Europa, viele Änderungen, Umbauten und sogar einen „Zusammenbau“ erlebt. Bereits im 5. Jahrhundert befand sich an diesem Platz eine dem hl. Stephanus geweihte Kapelle, die später erweitert und im 10. Jahrhundert durch einen romanischen Neubau ersetzt wurde. Anfang des 13. Jahrhunderts musste der romanische Bau - ganz im Stil der damaligen neuen Richtung in Architektur und Kunst des Mittelalters - einer gotischen Kirche weichen. Sozusagen aus „Platzmangel“ wurde dabei entschieden, die angrenzende Stiftskirche Notre-Dame la Ronde mit in den Bau der neuen Kathedrale zu integrieren. 1522 wurde die Kirche eingeweiht. 

 

Auch in späteren Jahrhunderten gab es immer wieder bauliche Veränderungen, es wurden z.B. neoklassizistische Arkaden angefügt – symmetrisch zum Rathaus gegenüber –, und um 1900 bekam die Westfassade ein neues Portal. Das herausragend Besondere an diesem Stephansdom sind - neben der immensen Gewölbe-Höhe von 41 Metern - die vielen großen Glasfenster, insgesamt etwa 6.500 qm. Die ältesten stammen aus dem 13. Jahrhundert, die jüngsten, die Marc Chagall geschaffen hat, aus dem Jahr 1970. Sie lassen am Abend und bei Innenbeleuchtung wahre Lichterwände entstehen. Aus diesem Grund wird die Kathedrale auch "La lanterne du Bon Dieu", die "Laterne des Lieben Gottes" genannt.

 

Angesichts des schönen, wenn auch etwas kühlen, sonnigen Wetters konnte unsere Reisegruppe diese großartige Farbenpracht in der Kathedrale besonders genießen.

 

Der sich anschließende Stadtrundgang durch belebte Straßen mit einer Menge Cafés, Restaurants und Läden voller schöner Dinge führte zunächst zum Mosel-Ufer, von wo es einen guten Blick auf den "Temple Neuf", die evangelische Stadtkirche, gibt, die auf einer Landzunge in der Mosel errichtet wurde.

 

Im Gegensatz zu dem gelben Kalkstein der Kathedrale ist der "Temple Neuf" aus grauem Sandstein erbaut, und zwar unter Kaiser Wilhelm II., der auch 1904 der Einweihung beiwohnte.

 

Die Markthalle in der Nachbarschaft der Kathedrale, der "Marché Couvert", war der nächste Anziehungspunkt, der Augen und Nasen beanspruchte und manch einen veranlasste, ein "Souvenir" zu erwerben.

 

Nach einer ausgiebigen Mittagspause – die einen speisten zu Mittag an der Place St. Jaques, die anderen blieben einfach gleich im „Marché Couvert“ sitzen - ging es für interessierte Kunstfreunde unter Führung von Gerhard Hablizel ins "Centre Pompidou Metz", einer im Jahr 2010 eröffneten Dépendance des weltweit bekannten "Centre Georges Pompidou" in Paris. 

 

Zwei Sonderausstellungen, „Under the Water - Metz“ von Tadashi Kawamata und „Sublim. Das Schaudern der Welt“ luden zum Besuch des Museums ein und regten die Teilnehmer zum Nachdenken an. Die extravagante Architektur des Museumsbaus, der eigentlich ein in Holzkonstruktion errichteter Zeltbau ist (die Architekten waren Shigeru Ban und  Jean de Gastines), hinterließ ebenfalls einen nachhaltigen Eindruck.

 

En passant wurde zum Abschluß auch noch der nahe dem "Centre Pompidou" gelegene, in der „deutschen Zeit“ unter Kaiser Wilhelm II. erbaute Metzer Bahnhof besucht, der architektonisch wie auch in seinen Ausmaßen seine germanischen Wurzeln ebenso wenig verleugnen kann wie das gegenüberliegende, aus rotem Buntsandstein errichtete ehemalige deutsche Postamt.

 

Wer lieber noch mehr von Metz und seinem Zentrum sehen wollte, schloss sich Hermann Groß an, der seine Gruppe zu weiteren Sehenswürdigkeiten in Alt- und Innenstadt führte, u.a. zur alten Stadtbefestigung und dort vor allem zur „Porte des Allemands“, dem ‘Tor der Deutschen‘.

 

Es blieb noch Zeit für einen Café-Besuch, bevor beide Gruppen sich wieder am Bus trafen, um etwas müde, aber sehr zufrieden die Heimfahrt in den Taunus anzutreten.  (c) Hedwig Groß

 

 

„Bahnhof Metz" von Toksave - Eigenes Werk. Lizenziert unter GFDL über Wikimedia Commons

 

 

 

Hier eine kleine Zeittafel zur Geschichte Lotharingiens:

 

843   Der Vertrag von Verdun im Jahre 843 teilte das Fränkische Reich Karls des Großen zwischen den drei Söhnen Ludwigs des Frommen in drei Teil-Reiche. Das West-Fränkische und das Ost-Fränkische Königreich umrahmen das Mittel-Reich Lotharingien, benannt nach seinem Herrscher Lothar, dem ältesten Sohn Ludwigs des Frommen. Das Elsaß ist Teil dieses sich von Utrecht bis Rom erstreckenden Mittel-Reiches.


870/880   Bereits knapp 40 Jahre später geht durch die Verträge von Meerssen und Ribémont das Gebiet des mittlerweile aufgelösten Mittel-Reiches Lotharingien in den Besitz des Ost-Fränkischen Reiches über. Das Elsaß wird somit Teil des Ostfränkischen (deutschen) Reiches.


925   Heinrich I. (der Vogler), ostfränkisch-deutscher König und Nachfolger der ost- fränkischen Karolinger, bindet das Elsaß fest in sein Reich ein. 600 Jahre lang gehört nun das Elsaß zum ost-fränkischen, später Deutschen Reich, dann aber beginnt sich diese feste Verbindung Schritt für Schritt aufzulösen.

 

1552/53   Im Vertrag von Chambord sichert die deutsche Fürstenopposition unter Führung Moritz' von Sachsen dem französischen König Heinrich II. für seine Unterstützung im Kampf gegen Kaiser Karl V. das "Reichsvikariat" über die Bistümer Metz, Toul und Verdun zu. Die Bistümer gelangen damit unter die faktische Herrschaft Frankreichs, auch wenn sie de jure noch dem Reich angehören.

 

Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien, lag in der Folge der lutherischen Reformation, der Bauernkriege und der Bedrohung durch das Osmanische Reich mit der halben Welt im Krieg, insbesondere mit Frankreich, mit Italien, mit der Republik Venedig und mit dem Papst, und sah sich auch innerhalb des Reiches starken oppositionellen Kräften gegenüber. Frankreich verstand es, aus diese Schwächung Kapital zu schlagen und das Mittel-Reich "Lotharingien" endgültig unter seine Kontrolle zu bringen

 

1648    Am Ende des Dreißigjährigen Krieges, das durch den Friedensschluß von Münster, den sog. "Westfälischen Frieden" markiert ist, erlangt und bestätigt Frankreich den Besitz der Bistümer Metz, Toul und Verdun, die damit aus dem Reichsverband ausscheiden. Straßburg folgt einige Jahrzehnte später, im Jahre 1681. Der Friede von Rijswijk bestätigt diese Veränderungen, wobei Frankreich die erlangten rechts-rheinischen Gebiete an das Reich zurückgibt, während die links-rheinischen dauerhaft unter französischer Herrschaft bleiben - bis 1871. 

Unsere weiteren Termine in diesem Jahr:

Familien-Wochenende in Falkenstein mit unseren Mêloiser Freunden vom 14. bis 17. Juli 2016

"Cidrefest" vor dem Bürgerhaus am 25. September 2016

Chanson-Abend mit Emilia Blumenberg am 8. Okt. 2016

 

Der Förderkreis der Städtepartnerschaft e.V. Königstein i. T. und die Gesellschaft für Internationale Be-ziehungen e.V. Falkenstein veranstalten gemeinsam einen Chanson-Abend mit Emilia Blumenberg am Samstag, den 8. Oktober 2016, um 19.00 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum in Königstein, Georg-Pingler-Straße. 

Französische Chansons

Ein französisches Chanson ist wie ein einziger Atemzug. Es rinnt, perlt, zischt und brodelt bis es zu einem goldenen Fluidum wird, das Geist und Körper entzückt: „Car l´art n´est qu´amour", schrieb 1928 die große Chansonsängerin Yvette Gilbert, „denn die Kunst ist nichts als Liebe".

Die Film- und Theaterschauspielerin Emilia Blumenberg hat ihre Lieblingschansons zusammen-gestellt und mit unterhaltsamen Zitaten aus Kunst und Musik versehen. Das Programm reicht vom tragikomischen Zungenbrecher „Ta Katie t'a quitté" (Boby Lapointe) bis zum herausfordernden „Mon Dieu" Édith Piafs und führt von Francoise Hardys blind verliebtem „Oh, oh, chérie" über Juliette Grécos fragile „Trois petites notes" bis ins „Hôtel Normandy" von Patricia Kaas. Wie immer versucht Blumenberg, über ihre eigene Person den Liedern Charakter und Farbe zu verleihen, wodurch neue Ausdrucksmöglichkeiten entstehen. Am Klavier, einfühlsam und zugleich ausdrucksstark, der Marburger Pianist und Komponist Nils Mille.

Emilia Blumenberg war u.a. an den Hamburger Kammerspielen, am Aalto-Theater der Philharmonie Essen und am Schlosstheater Celle engagiert, spielte in Fernsehserien wie „Soko Wismar", „Der Fahnder", „Der Kriminalist" und in vielen weiteren Produktionen mit. Seit einigen Jahren tritt Blumenberg mit Erfolg auch mit eigenen Bühnenprogrammen auf."

Weihnachtsmarkt auf dem Kapuzinerplatz am 2. Advent

Rückblick auf das Jahr 2016:

 

Jahreshauptversammlung 2016

 

Am 4. März fand im kleinen Saal des Bürgerhauses Falkenstein die diesjährige Jahreshaupt-versammlung des Partnerschaftskomitees statt. Rund dreißig Mitglieder waren der Einladung des Vorstandes unter seiner Vorsitzenden Constanze Schleicher gefolgt und ließen sich von Schriftführerin Caroline Agostini und Beisitzerin Simone Monthuley über die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres berichten. Das Partnerschaftskomitee konnte neben vielen kleineren und größeren Veranstaltungen wieder einen erfolgreichen Jugendaustausch mit je zwölf Jugendlichen aus beiden Partnerstädten durchführen und über ein gut besuchtes Cidre-Fest sowie einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt mit den sehr begehrten Produkten aus Frankreich -  insbesondere dem normannischen Käse und den glücksbringenden Misteln - berichten.

 

Entsprechend erfreulich stellte sich auf der Hauptversammlung die Kassenlage des Komitees dar, die von der Umstellung der Mitgliedsbeitragszahlungen auf das SEPA-Lastschrift-Verfahren und zusätzlich von großzügigen Spenden begünstigt wurde. Damit konnte zugleich eine gute Grundlage für die weiteren Aktivitäten in 2016 gelegt werden, insbesondere für den seit 48 Jahren stattfindenden Jugendaustausch, wie auch für die in 2017/2018 anstehenden Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Le Mêle-sur-Sarthe und Falkenstein, die bereits jetzt ihre Schatten vorauswerfen.

 

Leider stand das Jahr 2015 in Frankreich unter keinem glücklichen Stern, wurde doch Paris zwei Mal von schrecklichen Attentaten islamistischer Terroristen heimgesucht und hatte viele Opfer zu beklagen. Auch das Komitee und unsere Vereinsmitglieder nahmen Anteil an dem Schmerz, den diese Schreckenstaten nicht nur in Frankreich, sondern weltweit ausgelöst haben, und wir betrauerten mit unseren französischen Freunden die vielen Opfer der Anschläge.

 

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Vorhaben des Jahres 2016. Constanze Schleicher erläuterte die Pläne, und Hermann Groß führte weitere Einzelheiten zu der am 16. April geplanten Busreise nach Metz aus. Es folgen am 30. April der „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus Falkenstein, eine Veranstaltung des hiesigen Vereinsrings, dann die Teilnahme am Europatag am 21. Mai in Grävenwiesbach und schließlich der Jugendaustausch 2016 vom 15. bis 29. Juli, welcher mit einem in Falkenstein stattfindenden deutsch-französischen Familienwochenende beginnen wird.

 

Die weiteren Veranstaltungen des Jahres 2016  sind das Cidre-Fest am 25. September, ein Chanson-Abend mit Emilia Blumenberg im Oktober (gemeinsam mit dem Partnerschafts-Verein Königstein-Le Cannet; genauer Termin und Ort werden noch bekanntgegeben); das Vereinsjahr endet wie immer mit unserer Teilnahme am Königsteiner Weihnachtsmarkt,  der traditionsgemäß am Zweiten Advent stattfinden wird.

Gegen Ende der Veranstaltung ergriff schließlich die Vorsitzende Constanze Schleicher noch einmal das Wort, um den Vereinsmitgliedern mitzuteilen, daß sie sich aus persönlichen Gründen, nämlich wegen der großen Arbeits- und Terminbelastungen, die sie und ihr Mann Markus Schleicher, Präsident des MGV Falkenstein, als „Präsidenten-Familie“ zu tragen hätten, entschlossen habe, das Amt der Vorstandsvorsitzenden ein Jahr vor der regulären Wahl abzugeben. Dem Komitee wolle sie aber gerne weiter angehören und den Verein mit Rat und Tat unterstützen.

 

Der Vorstand und die Mitglieder nahmen dies mit großem Dank für die fünfjährige erfolgreiche Führung des Partnerschaftsvereins, aber natürlich auch mit ebenso großem Bedauern zur Kenntnis. Ihr Stellvertreter und zugleich Mitbegründer der Partnerschaft mit Le Mêle-sur-Sarthe, Walter Krimmel, wird die Amtsgeschäfte bis zur in 2017 anstehenden Vorstandsneuwahl führen; er dankte Constanze Schleicher mit einen großen Blumenstrauß für ihre gute und erfolgreiche Arbeit.  

 

"Deutsch-Französischer Tag" am 24. Januar 2016 

 

 

Die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Constanze Schleicher, freute sich sichtlich, daß sie in diesem Jahr über 60 Gäste im (beinahe zu kleinen) Kleinen Saal des Bürgerhauses Falkenstein begrüßen konnte, um Rückschau zu halten auf die Ereignisse des vergangenen Jahres und zugleich einen Ausblick zu geben auf die Veranstaltungen des gerade begonnenen Jahres 2016.

 

Ihre guten Wünsche an alle Gäste für eine erfolgreiches Neues Jahr waren, wie konnte es anders sein, natürlich noch einmal überschattet von den dramatischen Anschlägen in Paris, der erste gleich zu Beginn des Jahres 2015, und der zweite -  noch viel schrecklicher in seinen Ausmaßen - im November  des vergangenen Jahres; nahezu 150 Todesopfer waren zu beklagen.  Die Gedanken und die Anteilnahme der Falkensteiner waren im vergangenen Jahr oft bei den französischen Freunden, mit denen eine nunmehr fast 50-jährige Partnerschaft besteht, aus der längst schon eine große Freundschaft geworden ist. Es bleibt zu hoffen, daß sich solch schreckliche Verbrechen in 2016 nicht wiederholen mögen.

 

Bürgermeister Leonhard Helm begrüßte und beglückwünschte namens der Stadt Königstein das Partnerschaftskomitee Falkenstein und die anwesenden Gäste ebenfalls auf das Herzlichste. Er erwähnte lobend die engen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Gemeinden und verwies dabei besonders auf den seit 47 Jahren jährlich stattfindenden Jugendaustausch, der nach wie vor sehr guten Zuspruch findet und einen wertvollen Beitrag zum besseren Verstehen der beiden Nachbarn leistet.

 

Constanze Schleicher nannte die nächsten Veranstaltungen, zunächst die Jahreshauptversammlung am 4. März im Bürgerhaus, sodann  die eintägige Bus-Reise auf der Suche nach den gemeinsamen deutsch-französischen Spuren, die am Samstag, den 16. April nach Metz in Lothringen führt.

 

Die Vorbereitung der Reise nach Metz und ebenso die Reiseleitung liegen in den bewährten Händen von Hermann Groß, der im Verlauf des Abends noch ausführlich zu der Reiseplanung berichtete und einen Ausblick gab auf die Programmgestaltung. Diese sieht neben einer Stadtführung u.a. die Besichtigung interessanter Bauwerke, auch solcher aus der "deutschen" Zeit, vor, sowie auch den Besuch neuer Wahrzeichen der Stadt, wie etwa des in Metz entstandenen Ablegers des Pariser "Centre Pompidou".

 

Zur Teilnahme eingeladen sind natürlich wie immer  a l l e  Mitglieder und Freunde des Partnerschaftskomitees Falkenstein - Le Mêle und ebenso der Städtepartnerschaft Königstein - Le Cannet, alle Freunde und Unterstützer der Deutsch-Französischen Freundschaft sowie alle Interessenten, denen unser Nachbarland Frankreich am Herzen liegt. Zur großen Freude des Organisators Hermann Groß wie des ganzen Komitees sind zahlreiche Anmeldungen zu dieser interessanten Reise bereits am Abend, also noch während der Veranstaltung im Bürgerhaus eingegangen ! 

 

Am 30. April findet wiederum im Bürgerhaus der "Tanz in den Mai" des Vereinsringes Falkenstein statt, an dem das Partnerschaftskomitee gerne wieder Flammekuche und Pommeau anbieten wird, und ebenfalls im Mai, am 21. d.M., folgt der Europatag in Grävenwiesbach, an dem das Partnerschaftskomitee ebenfalls vertreten sein wird.  

 

Mitte Juli - vom 14. bis 17.07. - ist ein deutsch-französisches Familienwochenende in Falkenstein geplant, und nicht ganz zufällig beginnt mit diesem auch der Jugendaustausch: Vom 15. bis 29. Juli findet zum 48. Male der Jugendaustausch zwischen Falkenstein und Le Mêle statt.

 

Am 25. September steht dann wieder das traditionelle Cidre-Fest auf dem Programm. Und selbstverständlich wird das Komitee - wie in jedem Jahr - auf dem Königsteiner Weihnachtsmarkt am 2. Advent wieder feinen normannischen Käse, Rillettes du Mans und Beurre d'Isigny, und vor allen Dingen die unverzichtbaren Glücksbringer aus Frankreich, die Mistelzweige, anbieten.

 

Nach einem wohlschmeckenden Buffet aus der Küche des Restaurants "La Vida" folgte der unterhaltsame Teil des Abends, ein von Hermann Groß konzipiertes europäisches "Käse-Quiz". Hierbei wurde jedem Tisch eine Käseplatte mit acht verschiedenen Käsesorten aus sieben Ländern serviert, wobei die Käse nicht nur zu verkosten waren, sondern sodann auch korrekt benannt und darüber hinaus ihrem Herkunftsland zugeordnet werden mussten. Dem Gewinner-Tisch winkte ein attraktiver Preis, und natürlich zeigte sich alsbald, dass es sich bei den anwesenden Gästen um offenkundig in Käse-Angelegenheiten recht erfahrene "Connaisseurs" handelte - nahezu jeder Tisch hatte mindestens sechs Käsesorten zutreffend identifiziert!

Ganz offensichtlich ist auch dies ein Erfolg der nun schon seit mehreren Generationen währenden deutsch-französischen Freundschaft -- nicht nur die in dieser Zeit angesammelte Wein-, sondern auch die Käse-Expertise macht sich in sehr positiver Weise bemerkbar. Wo sonst, wenn nicht in Frankreich, kann man - außer über Wein - auch noch alles über Käse lernen? Schließlich ist Frankreich ja das Land mit angeblich 246 verschiedenen Käsesorten, wie es einst einmal Charles de Gaulle behauptete, der französische Präsident und Mitbegründer der deutsch-französischen Freundschaft !

 

 

Welche Bedeutung hat der "Deutsch-Französische Tag" ?

 

In Erinnerung an die feierliche Unterzeichnung des "Élysée-Vertrages", des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages vor über 50 Jahren, feiern wir alljährlich Ende Januar den "Deutsch-Französischen Tag".  Mit dieser Veranstaltung, die für unsere Gäste immer auch kleine Überraschungen bereit hält, wollen wir gemeinsam das Neue Jahr begrüßen und zugleich über unsere geplanten Aktivitäten in den kommenden Monaten informieren. 

 

Der nach dem Ort seiner Unterzeichnung, dem Élysée-Palast, benannte "Élysée-Vertrag" wurde am 22. Januar 1963 in Paris vom französischen Präsidenten Charles de Gaulle sowie dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet. Der Vertrag trat am 2. Juli 1963 in Kraft; ihm folgte unmittelbar danach, am 5. Juli 1963, die Vereinbarung über die Gründung des "Deutsch-Französischen Jugendwerks".  

 

In den Jahren nach dem Abschluss dieser beiden wichtigen Abkommen entstanden zahlreiche deutsch-französische Städtepartnerschaften, so auch diejenige zwischen Falkenstein und Le Mêle-sur-Sarthe im Jahre 1967, viele Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen und mit Unterstützung des "Deutsch-Französischen Jugendwerks" ein sehr reger Jugendaustausch, der auch zwischen Falkenstein und Le Mêle jedes Jahr in den Sommerferien - nunmehr seit fast 48 Jahren - stattfindet.

Rückblick auf das Jahr 2015:

Am 2. Advent fand der Königsteiner Weihnachtsmarkt statt


Wie vor einem Jahr sah es auch in diesem Jahr wieder an unserem Mistelstand aus. Archivfoto: FNP/Jochen Reichwein

Auch in diesem Jahr war das Partnerschaftskomitee Falkenstein - Le Mêle wieder mit einer Markthütte und mit dem Mistelstand auf dem Königsteiner Weihnachtsmarkt vertreten. Rund zwanzig Freundinnen und Freunde aus unserer Partnergemeinde Le Mêle-sur-Sarthe waren teils bereits am Donnerstag mit großen Vorräten an normannischem Käse-Spezialitäten, an Rillettes, an Pommeau und an Cidre aus Frankreich angereist. Und natürlich brachten sie, wie es schon zur partnerschaftlichen Tradition gehört, auch eine reichliche Menge der berühmten „Glücksbringer“, der Mistelzweige, aus der Normandie mit.

Normannischer Käse wie Camembert, Livarot und Pont l'Évêque, dazu fein gesalzene Butter „Beurre d’Isigny“, „Rillettes du Mans“ und unser von Hermann Groß in unnachahmlicher Weise angerührter und nach einer geheimen Rezeptur trefflich mit Calvados und Gewürzen verfeinerter Apfelglühwein waren begehrt und fanden guten Zuspruch. Bei den Käse-Spezialitäten war die Nachfrage so groß, daß wir trotz nochmals erhöhter Bevorratung nun schon bereits am Samstagabend komplett ausverkauft waren und viele Interessenten zu unserem großen Bedauern auf den Weihnachtsmarkt 2016 vertrösten mußten…

Zahlreiche Mitglieder und Freunde sowie viele bekannte und unbekannte Unterstützer der deutsch-französischen Freundschaft besuchten bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter unsere Stände, genossen an Ort und Stelle unsere deutsch-französischen Köstlichkeiten und erlebten in angeregten Gesprächen mit Bekannten und Freunden einen stimmungsvollen Königsteiner Weihnachtsmarkt.

Die Mêloiser und Falkensteiner Partnerschaftskomitees ergänzten sich hervorragend und arbeiteten drei Tage lang Hand in Hand höchst freundschaftlich zusammen, damit der Weihnachtsmarkt wieder zu einem Erfolg für beide Komitees werden konnte. Die Einnahmen kommen nämlich wie immer dem nun schon seit 45 Jahren stattfindenden Jugendaustausch zwischen den beiden Partner-Gemeinden zugute - und dank unserer hervorragenden deutsch-französischen Zusammenarbeit ist auch der kommende Austausch im Juli 2016 wieder gesichert !

Wir danken den zahlreichen Helfern, die uns beim Auf- und Abbau der Marktstände, der Ausschmückung derselben sowie beim Standdienst unterstützt haben. Unser ganz besonderer Dank gebührt natürlich den Gastfamilien, die alle unsere normannischen Gäste in familiärer Atmosphäre aufgenommen und beherbergt haben.

Mit einem gemeinsamen Advents-Abendessen in Falkenstein beschlossen die französischen Gäste und ihre einheimischen Gastgeber in beschwingter Stimmung den Weihnachtsmarkt und nutzten die Gelegenheit, Pläne für 2016 zu schmieden und bereits diverse Verabredungen zu treffen für Veranstaltungen und Besuche in der Normandie.

Das Partnerschaftskomitee Falkenstein – Le Mêle wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern der deutsch-französischen Freundschaft eine schöne Adventszeit, ein frohes Weih-nachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr.

Unsere nächste Veranstaltung, zu der wir bereits heute alle Mitglieder und Freunde sehr herzlich einladen dürfen, ist der alljährlich gefeierte "Deutsch-Französische Tag" am 24. Januar 2016. 

An diesem Tag erinnern wir an die feierliche Unterzeichnung des "Élysee-Vertrages", des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages vor über 50 Jahren durch den französi-schen Präsidenten Charles de Gaulle und den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer.

Die Veranstaltung am 24. Januar 2016 findet im Bürgerhaus Falkenstein statt; Beginn ist um 17 Uhr.

 

Fernand Berthelot feierte seinen 85. Geburtstag

Fernand Berthelot (Mitte; hier mit Hermann Groß und Walter Krimmel) 

Joyeux Anniversaire !           

 

Fernand Berthelot, Ehrenbürger der Stadt Königstein und langjähriger Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in unserer Partner-Gemeinde Le Mêle-sur-Sarthe, hat sich stets als ein besonders treuer Freund Falkensteins und als ein unermüdlicher Förderer der deutsch-französischen Aussöhnung erwiesen. Für sein großes Engagement und für seine bleibenden Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft sind wir dem Mitbegründer der Partnerschaft zwischen Le Mêle-sur-Sarthe und Falkenstein zu stetem Dank verpflichtet. Am 20. November feierte er seinen 85. Geburtstag. 

 

Das Partnerschaftskomitee Falkenstein im Taunus -- Le Mêle-sur-Sarthe gratuliert dem Jubilar auf das Allerherzlichste und wünscht ihm und seiner verehrten Gattin noch viele Jahre Gesundheit, Glück und Wohlergehen !

 

Lesen Sie hier auch den Bericht in der Taunuszeitung:

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Fernand-Berthelot-feiert-85-Geburtstag;art48711,1709291



Wir trauern mit unseren französischen Freunden um die Opfer der Attentate am 13. November in Paris


Am Abend des 13. November 2015 sind in Paris bei einer Reihe nahezu zeitgleich ausgeführter Anschläge islamistischer Terroristen 129 Menschen ermordet und mehr als 350 zum Teil schwerst verletzt worden.

Wir verurteilen diese grausamen Akte sinnloser Gewalt gegen unschuldige Menschen zutiefst. Wir trauern mit den Angehörigen, Familien und Freunden der Opfer und sprechen unseren französischen Freunden in Le Mêle unser tiefempfundenes Mitgefühl aus.

 

 

An Frau Catherine Collin

Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Le Mêle

 

Chère Catherine, chers amis Mêlois,

 

comme vous tous, nous sommes extrêmement choqués et profondément attristés par les actes de guerre qui ont été perpétrés hier dans la capitale et auxquels on n´arrive pas à croire. Nous espérons très fort qu´aucun de vos proches, enfants, parents, amis ou connaissances n´a été touché par ces attaques terroristes. Nous sommes en pensée près de vous et déplorons la mort de tous ces innocents. La France et l´Europe sont touchées au plus profond de leurs valeurs et nous devons nous serrer les coudes plus que jamais pour continuer à les défendre. Nous vous souhaitons beaucoup de force, de courage et de garder espoir en l´avenir. Sachez que nous sommes là pour vous.

 

Vos amis du comité de jumelage de Falkenstein

 

Falkenstein, 14.11.2015

Gedenkveranstaltung vor dem französischen Generalkonsulat in Frankfurt

Foto: G. Hablizel

 

Am Montag, den 16.11.2015 fand eine Gedenkfeier vor dem französischen Generalkonsulat in Frankfurt statt, an dem die Generalkonsulin der Republik Frankreich, Mme. Sophie Laszlo, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, die hessische Europa-Ministerin Lucia Puttrich, der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann sowie auch Mitglieder des Partnerschaftskomitees Falkenstein - Le Mêle teilnahmen. Hunderte Menschen brachten ihre Trauer und Anteilnahme mit den vielen Opfern der Anschläge zum Ausdruck, legten Blumen am Zaun des Konsulats in der Zeppelinallee nieder und stellten Kerzen auf.

 

Ticketautomat in der Frankfurter U-Bahnstation "Bornheim-Mitte" in der Woche nach den Anschlägen. Foto: C. Agostini

Walter Krimmel wurde 75 - herzlichen Glückwunsch !

Foto: Taunuszeitung
Foto: Taunuszeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Walter Krimmel, Erster Stadtrat der Kurstadt, Ur-Falkensteiner und Mitbegründer sowie stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Falkenstein - Le Mêle-sur-Sarthe, konnte am 5. Oktober seinen 75. Geburtstag feiern. Auf einem Empfang der Kurstadt und der Parteifreunde von der CDU würdigten deren Vertreter, aber auch die Repräsentanten vieler Vereine, in denen der Jubilar viele Jahre schon aktiv ist, seine großen Verdienste um die Stadt, das Vereinsleben und um die deutsch-französische Freundschaft.

 

Auch das Partnerschaftskomitee gratuliert herzlich !

 

Lesen Sie auch hier den ausführlichen Bericht in der Taunuszeitung.



 Am 27. September feierten wir unser "Cidre-Fest"

Das traditionelle Apfel- und Cidrefest des Partnerschaftskomitees Falkenstein Le-Mêle stand in diesem Jahr unter einem besonders glücklichen Stern, konnte es sich doch bei angenehmsten Temperaturen in Petrus‘ Gunst sonnen. Pünktlich zum Cidrefest lockte strahlendes Herbstwetter wieder eine große Zahl von Besuchern aus Falkenstein und  den übrigen Stadtteilen sowie den Nachbargemeinden zur normannischen „Gadage“ auf die Wiese vor dem Falkensteiner Bürgerhaus. 


Constanze Schleicher konnte namens des Partnerschaftskomitees um 11 Uhr die Gäste begrüßen und unverzüglich zum ersten wichtigen Tagesordnungspunkt überleiten, dem Boule-Turnier der Falkensteiner Vereine. Dieses gewann zum dritten Mal das Team des Partnerschaftskomitees, das damit zugleich das Anrecht auf den dauerhaften Besitz des Wanderpokals der Ortsvorsteherin erlangte. „Lilo“ Majer-Leonhardt ließ es sich nicht nehmen, den Pokal persönlich zu überreichen.

Zur gleichen Zeit begannen Schüler unserer Grundschule mit ihrer Lehrerin Eva-Maria Dorn mit dem Schütteln der Partnerschafts-Apfelbäume und dem Sammeln der Äpfel, aus denen dann die fleißigen Sammler unter Anleitung von Hermann Groß auf normannische Weise mittels unserer „Gadage“, einer historischen Apfelpresse aus dem Pays Mêlois, köstlichen frischen Apfelsaft gepresst haben.

Das Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten beschränkte sich aber nicht auf traditionellen Cidre aus Normandie und Bretagne, sondern bot französische Weine und Crémants sowie von Markus Schleicher Gegrilltes mit Kartoffelsalat. Zudem gab es köstlichen Pommeau und feinen Calvados, welcher in diesem Jahr ganz besonders guten Zuspruch fand. Ein umfangreiches Buffet mit Kaffee und Kuchen rundete das kulinarische Erlebnis des deutsch-französischen Apfel- und Cidre-Festes ab.

Anna Klingel und Lena-Louise Schall, die beide auch schon im Jugendaustausch zwischen Falkenstein und Le Mêle als Betreuerinnen großen Einsatz gezeigt hatten, waren emsig schminkend damit beschäftigt, kleine Katzen-Kinder zu zaubern, von denen einige hier zu sehen sind:

Bericht der Taunuszeitung vom 7.10.2015

"Wenn der steinerne Riese seine Runden dreht"

Den Bericht der Taunuszeitung über unser Apfel- und Cidrefest können Sie hier lesen:


www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Wenn-der-steinerne-Riese-seine-Runden-dreht;art48711,1628432


Pomologie


Qu'est ce que la pomologie ?

 

La pomologie (vient du latin pomus qui signifie fruit et de Pomone, la divinité des fruits), arboriculture spécialisé dans l'étude, la description, l'identification et la classification des fruits.

 

L'histoire de la pomme en Normandie

 

La pomme existe depuis de nombreuses années, considérer par les chrétiens comme le fruit défendu, symbole de tentation et du paradis terrestre. Ce n'est pas étonnant que pomme vient du latin Pommus qui signifie fruit.

 

N.B.: Selon la tradition normande, offrir une pomme à quelqu'un est une déclaration d'amour, en réponse sa bien aimé devais la croquer.

 

C'est en Normandie en l'an 1153 que le cidre fît son apparition grâce à des moines qui cueillirent en forêt de Brotonne des pommes (à l'ouest de Rouen) pour leur boisson. Le cidre obtenu était d'une qualité médiocre selon un écrit d'un villageois qui habitait à Bayeux.

 

Ce n'est qu'au VIIIe Siècle que Charlemagne recommande la culture des pommiers. Les pommiers été alors transporter plus prés des habitations. De nombreuses modifications génétiques ce sont fait au fil du temps, par la sélection des hommes pour les pommes les plus primées.

 

Au moyen-âge, on appelait cidre tout breuvage fermenté à partir de fruit sauvage. L'ethymologie du mit "sicera" est devenue au fil du temps sidre et sildre.  En avançant au XIIIe siècle le cidre commence à détroner le vin et la bière dans le pays d'auge, il y a alors malheureusement pour les villageois qui commencaient à devenir riche, la dîme (impôts) sur les pommes.

 

C'est alors qu'au XVe siècle que le droit de pressurage faisait partie comme les céréales d'un droit de passage pour pouvoir utiliser le pressoir qui appartenait au seigneur.  Suivant le fil de l'histoire, c'est au XVIIe siècle que Charles IX à fait détruire les vignobles normands pour y implanter des terres cidricoles mieux adapté à la morphologie de la Normandie (vent, pluie et un peu de soleil).

 

La qualité du cidre aux cours du temps n'as fait que s'améliorer pour établir une large production à partir du XVIe siècle. Les autres moyens d'utilisation de la pomme se sont multiplier pour fabriquer de l'eau de vie appelé communément Calvados.


http://mil-pom-2008-benjamin.blogspot.de/2008/12/la-pomologie.html



Monique Nojac: "Ich wollte nur noch Frieden, Frieden"

Aus der Taunuszeitung vom 24.08.2015


Die Verbindung zwischen Falkenstein und Le Mêle ist die älteste Städtepartnerschaft der Kurstadt. Was macht diese Bindung eigentlich aus? Die TZ hat sich beim jüngsten Besuch in der Normandie bei Deutschen und Franzosen umgehört. Die Antworten stellen wir in den nächsten Tagen an dieser Stelle vor. Den Anfang macht die Mêloiser Familie Nojac.


 Gérard und Monique Nojac tragen die Städtepartnerschaft im Herzen. Foto: Jutta Badina


Le Mêle/Falkenstein.  Monique Nojac und ihre Tochter Nadja sitzen auf der Terrasse und blättern in alten Fotoalben und Papieren. Dabei amüsieren sie sich köstlich, wenn beim Anblick des ein oder anderen Bildes die Erinnerungen wieder hochkommen. „Das Erlebte mit den deutschen Freunden hat uns für alles entschädigt, was vorher passiert ist.“

Monique und Gérard Nojac sind seit Beginn der Partnerschaft zwischen Falkenstein und Le Mêle mit dabei. Tochter Nadja war damals 6 Jahre alt. Lange Jahre hat Monique die Gastfamilien organisiert. Da die deutsche Partnergemeinde immer mit einem Chor oder den Mandolinern aufwarten konnte, gründete sich in Le Mêle eine normannische Volkstanz-Gruppe, um den Gästen oder bei Gegenbesuchen ebenfalls etwas Besonderes bieten zu können.

Stolz zeigt Monique die Tracht, die sie damals getragen hat. Sie hat sie selbst genäht und für die 24 Mittänzer ebenfalls. Monique und Gérard haben viele Erinnerungsstücke aus den letzten 45 Jahren der Partnerschaft aufgehoben. In ihrem Schlafzimmer hängt eine Original-Partnerschaftsurkunde, die allererste Platte der Falkensteiner Mandoliner gehört ebenfalls zum Fundus der Freundschaft. Schließlich war es dieser Verein aus dem Taunus, der mit seiner Fahrt zum Musikwettbewerb nach Le Mêle den Stein der Partnerschaft überhaupt ins Rollen gebracht hat.

„Am Anfang war es sehr schwierig“, berichtet das Ehepaar. Zum Ende des Krieges war Gérard 15 Jahre alt. Er hat vor allem das Bombardement der Alliierten als schlimm erlebt. Auf Gleisen in der Nähe von Le Mêle waren Waggons mit Munition der Deutschen abgestellt. Diese waren das Hauptziel der Alliierten, um die deutschen Einheiten zu schwächen.

Dabei wurde billigend in Kauf genommen, dass auch die französische Bevölkerung darunter zu leiden hatte. Moniques Vater war im Krieg und anschließend in deutscher Gefangenschaft. Als die ersten Zeichen auf Partnerschaft mit einer deutschen Gemeinde standen, hatte sie darum gebeten, als erstes einen deutschen Mann als Gast zu haben. Die Männer waren im Krieg und haben gegeneinander gekämpft. „Ich wollte ein Zeichen setzen. Egal, was passiert ist. Ich wollte nur noch eins: Frieden, Frieden, Frieden.“


Grundstein ist gelegt

Lange Jahre haben beide aktiv an der Partnerschaft mitgearbeitet. Das Ehepaar Nojac hat fünf Kinder, neun Enkel und mittlerweile schon 13 Urenkel. Gerade für die nachfolgenden Generationen wünschen sie sich, dass es keinen Krieg mehr gibt. „Die Arbeit soll nicht umsonst gewesen sein. Wir haben einen Grundstein gelegt für die nachfolgenden Generationen.“ Monique bedauert, dass sie aufgrund ihres Alters nicht mehr so aktiv sein kann, aber sie empfängt immer noch gerne im Rahmen der Partnerschaftstreffen deutsche Gäste für ein traditionelles Mittagessen.

Tochter Nadja hat ein Bild, auf dem sie 6 Jahre alt ist. „Ich stehe zwischen Hermann Groß und seiner Frau Marie-Ann Groß-Pfaff und schaue zu ihnen hoch. Ich erinnere mich, dass ich von der fremden Sprache fasziniert war.“ Nadja hat Deutsch gelernt und selbst zwei Jahre in Deutschland gelebt.

Obwohl sie den Krieg nicht erlebt hat, kann sie sich aufgrund dessen, was sie von den Älteren beider Seiten gehört hat und was sie gegenwärtig fast überall auf der Welt sehen muss, ein Bild von dem großen Leid machen.

„Es ist schrecklich genug, was man in den Nachrichten hört und in den Zeitungen liest. Die Menschen müssen aufeinander zugehen und für die jeweils andere Seite Verständnis entwickeln. Anders ist Frieden nicht möglich.“
(juba)



47.  Deutsch - französischer Jugendaustausch           vom 24. Juli - 7. August 2015

 

 

Bericht der Taunus-Zeitung vom 10.08.2015

von Nora Geis

 


"Freundschaftspflege mit Asterix und Obelix"


Jugendliche aus Falkenstein waren in der Partnerstadt Le Mêle zu Gast und brachten auf der Rückfahrt gleich die Austauschschüler aus Frankreich mit in den Taunus.  


Foto: Jochen Reichwein

 

 

Vor dem Bürgerhaus in Falkenstein

 

24 Jugendliche stehen gemeinsam auf der Wiese vor dem Bürgerhaus Falkenstein. Die Sonne strahlt mit den gut gelaunten Gästen um die Wette. Einige von ihnen tragen ein weißes Laken, das über der Schulter zusammengeknotet ist. Mit dieser Toga könnten sie fast als echte Römer durchgehen. Andere haben sich Zöpfe geflochten und mit Kissen einen dicken Bauch geschummelt – genau wie Obelix von „Asterix und Obelix“. Mit einem Lorbeerkranz auf dem Kopf stellen wieder andere der Jugendlichen Kaiser dar.

 

Nach einem zweiwöchigen Austausch mit Falkensteins Partnerstadt Le Mêle präsentierten die Zwölf- bis Fünfzehnjährigen, was sie alles über Rom gelernt hatten. Mit einer selbstgebastelten Stadtmauer aus Plakaten erklärten sie anschaulich, wie es zur Gründung Roms kam und wie der Legende nach eine Wölfin Romulus und Remus aufzog. Auch über die Römische Armee berichteten die Schüler. Teilweise betrug das Gewicht der Ausrüstung eines Soldaten 43 Kilogramm. Bei ihrem Vortrag wechselten sich die Jugendlichen ab. Alles wurde auf Französisch und Deutsch vorgetragen.

 

„Ich habe in der Zeit des Austauschs mehr Französisch gelernt als im Unterricht“, erzählte die 15-jährige Lena-Louise. Auch ihre Freundinnen Helen, Sophia, Johanna und Leonie hatten viel Spaß in den vergangenen zwei Wochen: „Wir haben viel unternommen und schöne Ausflüge gemacht.“

 

Gegenbesuch

 

In der ersten Sommerferienwoche ging es für die zwölf deutschen Teilnehmer mit der Bahn nach Frankreich. Dort wurden sie in der normannischen Partnergemeinde Le Mêle von Gast-Familien aufgenommen, bei denen sie wohnten und die französische Kultur und Sprache besser kennenlernen konnten. Zum Thema Mittelalter besuchten die Teilnehmer unter anderem eine normannische Burg. Leider sei es zu kalt zum Schwimmen gewesen, bedauerte Sophia.

 

Nach einer Woche fuhren die französischen und deutschen Jugendlichen gemeinsam in das circa 800 Kilometer entfernte Falkenstein. Neben der Besichtigung der Saalburg und Frankfurts blieb noch genügend Zeit für Schwimmbad-Besuche und andere gemeinsame Aktivitäten.

 

„Seit 1967 besteht die Städtepartnerschaft mit Le Mêle“, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende Walter Krimmel. Bereits zum 47. Mal lud das "Partnerschaftskomitee Falkenstein–Le Mêle sur Sarthe" Jugendliche zum Austausch ein.

 

Dank der Unterstützung durch das Partnerschaftskomitee und der Förderung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk bleibe der Austausch erschwinglich, erklärte Organisatorin Katharina Unverzagt.

 

„Es waren intensive und spannende Wochen“, unterstrich die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Constanze Schleicher. Es brauche immer etwas Mut und Abenteuerlust, um sich auf einen Austausch einzulassen – sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.

 

 

Nach dem Austausch ist vor dem Austausch

 

Im Oktober beginne die Planung für nächstes Jahr, freute sich Unverzagt.

 

 

Der Abschied naht - der 47. Jugendaustausch geht zu Ende

Letzte Fotos vor der Abfahrt der französischen Gäste nach Le Mêle


 

Deutsch - französisches Barbecue vor dem Bürgerhaus in Falkenstein

 

Am Samstagabend fand vor dem Bürgerhaus in Falkenstein der traditionelle Grill-Abend statt, zu dem das Partnerschaftskomitee alle teilnehmenden Jugendlichen und die deutschen Gasteltern eingeladen hatte. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, die Würstchen und die Salate schmeckten köstlich, und unsere Jugendaustausch-Gruppe versteht sich bestens, denn schließlich hatte man ja in Le Mêle bereits eine Woche lang ausgiebig Gelegenheit, sich kennenzulernen.

 

Unsere Fahrt zum "Friedensfest" nach Le Mêle vom 4. bis 7. Juni 2015

Unsere Partnerschaft mit Le Mêle besteht seit 48 Jahren

und ist lebendiger denn je

Die Freude über das Wiedersehen stand ihnen allen ins Gesicht geschrieben.

Gäste und Gastgeber am See in Le Mêle.  Foto: Hedwig Groß

 

Falkenstein/Le Mêle – Seit 48 Jahren zieht es immer wieder Falkensteiner in die Normandie. So auch an Fronleichnam. Herrliches Frühsommerwetter und die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den befreundeten Familien in Le Mêle-sur-Sarthe und Umgebung bildeten eine gute Grundlage für die vergnügliche Stimmung während der 800 Kilometer langen Busfahrt.


Die Partnergemeinde des Königsteiner Stadtteils Falkenstein – und somit auch der Gesamt-Stadt – hatte zu einem Familienaustausch eingeladen und anlässlich „70 Jahren Kriegsende“ ein Friedensfest organisiert. 


Was bei dieser Städtepartnerschaft von Anfang an praktiziert wurde, ist das Fundament der langjährigen Freundschaft: die Begegnung in und zwischen den Familien. So wohnten auch diesmal wieder viele aus der Reisegruppe in „ihren“ Familien, die die Gäste am See in Le Mêle willkommen hießen. 


Fast elf Stunden Busfahrt müssen irgendwie vergehen: mit Reden, mit Lesen, mit Schlafen – und mit Singen. Die Falkensteiner gründeten einen „Bus-Chor“, um bei einem geplanten Abendkonzert in der Mêloiser Kirche zusammen mit dem örtlichen Chor „Résonance“ bestehen zu können. Die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Constanze Schleicher, hatte Zettel mit Volks- und Frühlingsliedern kopiert, so dass einer bzw. mehrerer Chorproben während der Fahrt nichts im Wege stand. Und der Gesang wurde immer besser. Sogar Französisch-Unterricht wurde im Bus erteilt.


Bei dem Willkommenstrunk in einem Zelt am See machten auch mehrere Mitreisende zum ersten Mal Bekanntschaft mit der herzlichen Gastfreundschaft, die diese Partnerschaft besonders auszeichnet. Auch sie wurden freundlich in Familien aufgenommen, und die, die dann doch im Hotel wohnten, wurden zumindest privat zum Essen eingeladen. So entstanden wieder neue Kontakte.


Vor den organisierten Terminen des Wochenendes hatten die Falkensteiner noch einen „freien“ Freitag, der – wie schon so oft – zu einem Ausflug ans Meer genutzt wurde. Unter der sach- und ortskundigen Führung von Hermann Groß – man könnte meinen, er kennt die Normandie besser als die Normannen – ging es nach Cabourg, aber keineswegs auf schnellstem Weg über die Autobahn. Über kleine Landstraßen, oft schmal und eng, führte die Route durch das Pays d’Auge, vorbei an Wiesen und Äckern, Kühen und vor allem Pferden und Pferdegestüten, kleinen Schlösschen, stolzen Land- und typischen Fachwerkhäusern, durch kleine Städte und malerische Ortschaften – auch durch Beuvron, das „schönste Dorf Frankreichs“ – und vorbei an dem bekannten Wallfahrtsort Lisieux. Am Rande der kleinen Nachbarstadt St. Désir war der Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofs aus dem 2. Weltkrieg eingeplant. Eine Fahrt in und durch die Normandie ist nicht möglich, ohne an die grausame Zeit des Krieges, vor allem an das Jahr 1944, zu erinnern. Hermann Groß gab interessante geschichtliche Erläuterungen zu den Kriegsereignissen in der Gegend nach dem D-Day im Juni 1944 und zu den vielen Friedhöfen verschiedener Nationen. Anschließend legte die Vorsitzende an einem der vielen Kreuze – auf diesem, eher kleinen Friedhof, liegen fast 4.000 Gefallene – ein Blumengebinde nieder. Da gerade eine Arbeitsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Friedhof tätig war, konnten die Besucher auch noch in persönlichen Gesprächen etwas über das Engagement und die Erinnerungsarbeit dieser Organisation erfahren.


Hermann Groß und seine Schwester Hedwig, die ebenfalls an der Fahrt teilnahm, verdanken es dem Volksbund und vor allem der Partnerschaft, dass sie 1968 das Grab ihres Vaters, der auch im August 1944 in den Kämpfen in der Normandie zu Tode kam, gefunden haben. 


Nach dieser eher ernsten Exkursion in die Vergangenheit ging es weiter nach Cabourg, einem vornehmen Badeort mit schönem Sandstrand, einer Spielbank und einer Menge feudaler Hotels. Das Meerwasser hatte zwar noch keine Badetemperatur, aber einige Unerschrockene wagten sich doch zumindest mit nackten Füßen in die Fluten. Nach der Mittagessens-Einkehr und einem kleinen Spaziergang am Strand wartete der Bus wieder auf die Gruppe, um jetzt auf schnellstem Wege nach Le Mêle zurück zu fahren.


Abends fand dann das Friedenskonzert in der Kirche statt. Der vor zehn Jahren gegründete Chor „Résonance“ bot ein abwechslungsreiches Programm an Friedens-, Liebes- und Volksliedern, meist Reproduktionen bekannter Sänger wie zum Beispiel Simon and Garfunkel oder Nana Mouskouri. Zu den Liedern gab es jeweils eine kurze Einführung in französischer und deutscher Sprache, und zur Illustration wurden thematisch ausgewählte Fotos auf eine Leinwand projiziert. Von den vielen Zuhörern gab es großen Applaus für die Darbietungen, und auch die gute Akustik der Kirche hatte ihren Anteil am Gelingen. Der „Bus-Chor“ der Falkensteiner durfte den zweiten Teil des Abends eröffnen, und die so eifrig einstudierten Lieder klappten vorzüglich und bekamen viel Beifall. Vor allem der Frühlingskanon „Es tönen die Lieder…“ erreichte jeden Kirchenwinkel. 


Zum Abschluss des Konzertes sangen „Résonance“ und „Bus-Chor“ gemeinsam die Europa-Hymne aus der 9. Beethoven-Sinfonie: „Freude, schöner Götterfunken…“, und das gleich – als Zugabe – in zwei Durchgängen. Es war ein beeindruckender Abend, und manchem gingen die Beethoven-Melodie und der Schiller-Text auch nach dem anschließenden Umtrunk noch länger durch den Kopf: Alle Menschen werden Brüder….


Am Samstagvormittag konnte, wer wollte, an einer kleinen Führung teilnehmen, bei der die am See gelegene Seniorenanlage besucht wurde. Die Anlage mit einstöckigen, bungalow-ähnlichen Ein- und Zwei-Zimmer-Einheiten entstand zur gleichen Zeit wie die Partnerschaft, also vor fast 50 Jahren. Schon öfter waren Falkensteiner hier, und in dem umliegenden Wäldchen wachsen einige Bäume aus dem Taunus, die in der Vergangenheit als Gastgeschenke gepflanzt wurden. In der schönen und sehr gepflegten Anlage tragen alle Wege Blumennamen, und jeder Bewohner hat die Möglichkeit, sich ein eigenes Gärtchen anzulegen. Für ein Generationen übergreifendes Miteinander steht auch die Möglichkeit, dass Schulkinder – die Schule ist in der Nähe – sich mit den Senioren zum Mittagessen treffen. 


Ein gemeinsamer Gottesdienst ist bei den deutsch-französischen Treffen auch schon lange Tradition, und so kamen am späteren Nachmittag alle in der Kirche zusammen. Der Chor Résonance begleitete auch diesen Gottesdienst. Die anschließende Gedenkfeier am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege in der Anlage „Jean Martin“ im Zentrum von Le Mêle war ein weiterer wichtiger Programmpunkt des Wochenendes. Die Verantwortlichen der Partnerschaftskomitees und der Kommunen aus Falkenstein und Le Mêle legten gemeinsam Blumengebinde mit Schleifen in den Nationalfarben nieder. Mit verschiedenen Texten und Gedichten wurde der Toten gedacht und an die Notwendigkeit von Frieden und Versöhnung erinnert. Jugendliche stellten dazu Plakattafeln auf mit den Buchstaben P–A–I–X (Frieden). Auch hier sangen zum Abschluss alle gemeinsam die Europa-Hymne, jeder in seiner Sprache.


Ein Aufenthalt in der Normandie war schon vor 48 Jahren ohne ein umfangreiches gemeinsames Essen undenkbar. So hatten die französischen Freunde auch 2015 mit großem Engagement und vielen helfenden Händen die Tafeln im „Salle Coulonges“, gleich neben Le Mêle, schön und farbenfreudig eingedeckt. Gäste und Gastgeber fanden Platz in Erwartung eines Fünf-Gänge-Menüs. Eine Zwei- Mann/Frau-Kapelle sang und spielte auf – anfänglich eher ziemlich laute Biergartenmusik, so dass es oft schwer fiel, sich zu unterhalten, aber später kamen vor allem die Tanzlustigen auf ihre Kosten. Und dazwischen folgte immer wieder ein neuer Essens-Gang und/oder süffiger Rotwein… Es war ein fröhlicher Abend des Miteinanders und der Begegnung, und für viele folgte eine ziemlich kurze Nacht. 


Am Sonntagmorgen nahte dann der Abschied. Koffer und Geschenke wurden im Bus verstaut, und im „Hôtel de la Poste“, in dem die Falkensteiner bereits 1967 einkehren durften, wurde noch einmal gemeinsam gefrühstückt. Dann gab es einen Händedruck hier, ein Küsschen da und freundschaftliche Umarmungen dort! Das hatten die deutschen Besucher schon damals schnell gelernt und zu schätzen gewusst. Man sieht sich wieder, manche schon bald beim Jugendaustausch in den großen Ferien, andere spätestens auf dem Königsteiner Weihnachtsmarkt, wenn die Mêloiser wieder mit Misteln und Käse anreisen.

Au revoir! Bon voyage! Auf Wiedersehen!

 


Impressionen von unserer Fahrt nach Le Mêle:

weitere Bilder folgen in Kürze
Die Falkensteiner Reisegruppe mit ihren französischen Gastgebern. Fotos: Jutta Badina, Taunuszeitung

Europa-Tag 2015 in Steinbach

Der Hochtaunuskreis hatte wieder zum Europa-Tag geladen; er fand am Samstag, den 9. Mai auf dem Pijnacker-Platz in Steinbach statt und stand unter dem Motto: „Europäische Vielfalt erleben!"

 

Vertreter der Städte und Gemeinden des Hochtaunuskreises kamen mit ihren rund 40 europäischen Partnern und weiteren europäischen Initiativen zu einem großen "Europamarkt" zusammen und präsentierten unter der Regie und Moderation der Europa-Beauftragten des Kreises, Natascha Ramadanovic, den vielen Besuchern ein farbenfrohes Bild europäischer Vielfalt. Ein buntes Bühnenprogramm mit viel Musik, Tanz, Show und Unterhaltung wurde den Besuchern geboten, welche zudem auf einer "Tour d'Europe" kulinarische Spezialitäten aus allen vertretenen Regionen an den Ständen der Städte und Gemeinden probieren konnten.

 

Neben dem Partnerschaftskomitee Falkenstein - Le Mêle waren auch der Förderkreis Königstein - Le Cannet und der Partnerschaftsverein Königstein - Kórnik mit je einem Stand vertreten; sie wurden nicht nur von zahlreichen interessierten Bürgern, sondern auch vom Königsteiner Burgfräulein Nora I. mit Gefolge sowie von Bürgermeister Helm mit einem Besuch beehrt. Das Wetter spielte wunderbar mit, und so war der Europatag 2015 wiederum ein Besuchermagnet, bei dem wir gemeinsam mit unseren Königsteiner Freunden unsere seit fast 50 Jahren sehr lebendige Partnerschaft mit Le Mêle präsentieren konnten.

 

Vertreter aller Königsteiner Partnerschaftsvereine gemeinsam auf dem Europatag in Steinbach.

Foto: W. Riedel


Jahreshauptversammlung 2015

Am Freitag, den 17. April 2015, 20 Uhr, fand im Bürgerhaus Falkenstein die Jahreshauptversammlung statt.

Deutsch-französischer Tag 2015

Am Sonntag, den 25. Januar 2015, feierten wir im Bürgerhaus Falkenstein den "Deutsch-Französischen Tag" aus Anlass der Unterzeichnung der Elysée-Verträge zwischen Frankreich und Deutschland durch den französischen Präsidenten Charles de Gaulle und den deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer mit einem von Hermann Groß entwickelten, ebenso amüsanten wie anspruchsvollen Europa-Quiz". Und wie so häufig erwies sich Hermann Groß nicht nur als bester Kenner der Falkensteiner, sondern in diesem Fall auch der europäischen Geschichte und Geografie; nur er kannte die Antworten auf alle Fragen...